gorilaura

Back in Japan

Besuch 4. April 2012

Filed under: Land und Leute — loerchen @ 4:13 am

Wie die meisten wissen, ist dies mein zweiter lange Aufenthalt in Japan und diesmal haben sich trotz Fukushima drei liebe Menschen dazu entschlossen, mich besuchen zu kommen, wohingegen ich vor drei Jahren gar keinen Besuch hatte.  Angesichts der Katastrophe im letzten Jahr, dem Medienrummel darum und der (wir wollen es nicht totschweigen) immer noch ausgehenden Gefahr von dem Atomkraftwerk in Fukushima freue ich mich noch mehr, dass sich sowohl mein großer Bruder als auch zwei gute Freundinnen von mir entschlossen hatten, mich besuchen zu kommen.

Das bedeutete für mich, dass ich nach einer Woche Verschnaufpause von den ganzen Prüfungen ungefähr immer im zwei Wochentakt mit Leuten unterwegs war und viel gefahren und gereist bin.

Zuerst war mein Bruder da und ich muss ehrlich gestehen, dass ich vorher etwas aufgeregt war. Für meinen Bruder war es die erste große Reise und für mich das erste mal, dass ich jemanden herumführen musste (möchte). Japan und besonders Tokyo kann sehr anstrengend sein und macht vielleicht auch nicht immer den besten Eindruck (Menschenmassen, Grau, laut). Zudem kommt man hier leider mit Englisch nicht sehr weit (wenn wir ehrlich sind, in Deutschland wahrscheinlich auch nicht so oft) und ich wollte unbedingt, dass es meinem Besuch hier gefällt und ihm das Land zeigen, dass ich so in mein erz geschlossen hab.

Nach einigen Gepäckproblemen bei der Einreise begann deshalb das Abenteuer für mich, das erste mal mit meinem Bruder zu reisen. Wir sind zwar nur in Tokyo und Umgebung geblieben und eigentlich fast auch nur zu Orten gefahren, die ich kenne, aber es war trotzdem nicht einfach für mich, mir gute Ausflüge zu überlegen, sie zu planen und eigentlich immer für zwei, mit den beiden Mädels dann für drei, zu denken.

Aber nach allem, was ich bisher gehört habe, muss es meinem Bruder echt gefallen haben und das macht mich sehr glücklich. Wenn man aus so einem kleinen Dorf kommt wie ich, können viele meine Begeisterung für Japan nicht ganz nachvollziehen. Aber dass mein Bruder sich auf die Kultur eingelassen hat, in den oft als strenge Regeln oder Kälte der Japaner liebesnwerte Verhaltensweisen entdeckt und verstanden hat, und so lieb war, sich meine ewig-langen Erklärungen und Beschreibungen zu allem anzuhören, hat mich echt gefreut.

Nun, was haben wir gesehen. Hier ein paar Bilder:

Wir waren in Asakusa (http://de.wikipedia.org/wiki/Asakusa), einem der älteren Stadtteile Tokyos und somit auch ein großer Touristen-Anzugspunkt, da er mit einer schönen Krimskrams-Einkaufsstraße, sowie einigen Tempeln und Schreinen lockt. Zudem haben wir hier den Sky Tree, von dem ich zuvor schonmal berichtet hatte, sowie die goldene Sch**ße, ähm, ja das soll Bierschaum darstellen.

 

 

 

Wir waren auch in Yokohama (http://de.wikipedia.org/wiki/Yokohama) und haben uns da das Chinatown angeschaut.

 

 

 

 

 

 

 

China und Japan wird ja gerne verwechselt und auch wenn es natürliche viele Ähnlichkeiten auf Grund von Adaptionen vom Festland in Baustil, etc gibt, so sieht man doch klar die Unterschiede. Für mich ist chinesischer irgendwie farbenfroher, aber auch oft kitschiger bis hin zu billig… Natürlich war ich aber noch nie in China und muss deshalb gestehen, dass auch viele Vorurteile aus mir sprechen 😉

An einem schönen sonnigen Tag waren wir auch in einer meiner Lieblingsstädte: Kamakura. Kamakura liegt ca 1-2 atd (je nach Ausgangspunkt) von Tokyo entfernt und bietet alles: Meer, Berge, Tempel, Schreine, süße Einkaufsstraßen und eine unheimlich nette Atmosphäre. Ich bin dort sehr oft und gerne und neben den touristischen Attraktionen wie zum Beispiel dem Daibutsu (große Buddha-Statue) oder dem Hasedera (Hase-Tempel), wo hunderte, wenn nicht sogar tausende Jizô-Figuren (http://de.wikipedia.org/wiki/Jizo) aufgestellt sind, kann man dort schön am Strand oder Wald rumschlendern oder sich die süßen Läden in dem Städtchen anschaun.

In Tokyo selbst waren wir natürlich auf dem Gouverment Building, auf das man umsonst kommt und von dem aus wir einen einzigartigen Blick auf den Sonnenuntergang mit Fuji hatten. In einer meiner Lieblingskneipen in Shibuya waren wir auch. Dort ist alles auf Showa-Zeit (Anfang 20.Jahrhundert) gestylt, es läuft alte Musik und man kann bei Yakitori (gebratene Hühnchenspieße) und anderen japanischen Snacks gemütlich ein kühles Bier genießen. Die Bedienung dort ist lustig und nett und als kleine Randbemerkung: Dort begann meine Identität als Frau Yamashita. Da ich relativ oft Abende mit Freunden organisiere und es leid war, dass man bei der Reservierung meinen Namen nicht versteht, habe ich mir den Namen Yamashita gegeben. Den kann ich sogar angetrunken noch schreiben und er ist so bekannt wie Müller oder Schmitz in Deutschland ^^

Wir waren außerdem in einem alten japanischen Garten in Tokyo, von dem ich selber lange nichts wusste, und sind vom Hafen in Tokyo bis nach Asakusa mit dem Boot gefahren.

An einem der letzten Tage haben wir dann unseren größten Tagesausflug nach Nikko gemacht, dass ca 2-3std von Tokyo entfernt ist. (http://de.wikipedia.org/wiki/Nikko) Nikko ist sehr alt und trumpft mit richtig alten Tempelanlagen, einer unheimlich schönen Natur und Weltkulturerbe.

 

 

 

 

Die drei Äffchen hier werden wohl auch schon die meisten von euch gesehen haben.

Außerdem haben wir in so einem tollen Laden zu Mittag gegessen. Die ganzen Wände und Decke waren mit Zetteln, Bildern und andersartigen Nachrichten von Menschen aus der ganzen Welt versehen und eine kleine Oma schmiss das ganze. Wir haben richtig lecker gegessen und uns dann auf die Heimreise gemacht.

 

Gut, soviel zunächst für diesen Informationsschwall. Demnächst dann mehr zum Rest meiner Ferien 🙂

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